20.06.12 | Redakteur: Kathrin Schäfer

Der CEO des dänischen Hörgeräte-Herstellers Widex, Jan Toepholm, hat mit seinem Team den European Inventor Award 2012 gewonnen. Der Erfinderpreis wird jährlich vom Europäischen Patentamt an herausragende Erfinder für ihren Beitrag zum technologischen, sozialen und wirtschaftlichen Fortschritt vergeben.
Jan Toepholm, Soeren Westermann und Svend Vittig Andersen setzten sich in der Kategorie „Industrie“ durch und wurden für ihre Erfindung einer computergestützten Methode zur Herstellung maßgefertigter, komfortabler Hörgeräte-Ohrpassstücke ausgezeichnet. Sie gehörten zu den 15 Finalisten, die aus insgesamt 200 nominierten Erfindern ausgewählt wurden.
CAMISHA (Computer-Aided Manufacturing of Individual Shells for Hearing Aids) ist eine vom Widex-Stammhaus in Dänemark patentierte, computergestützte Herstellungsmethode zur Produktion individueller Schalen für Hörsysteme, die auf Lasertechnik und einem stereolithografischen Verfahren basiert. Ein Laserscanner erfasst die Größe, Form und Krümmung des Ohrabdrucks. Die Daten werden von einem Computer, der mit spezieller, von Widex entwickelter Software ausgestattet ist, aufbereitet. Der Computer simuliert ein exaktes 3D-Modell des Gehörgangs und der Ohrmuschel. Auf Basis dieser Daten wird eine virtuelle Hörgeräte-Schale modelliert und optimiert. Die Daten werden an die stereolithografische Produktionsmaschine weitergeleitet, welche die Kunststoffschalen aus einem flüssigen fotoplastischen Acryl aufbaut. So entsprechen neben der äußeren Form auch die Innenform, die Schalendicke sowie Art und Lage der Belüftungskanäle exakt den individuellen Erfordernissen des Hörgeräte-Trägers. Die Hörgeräte-Schalen können überdies kleiner, diskreter und mit hohem Tragekomfort hergestellt und die elektronischen Bauteile präzise platziert werden.
Kontakt:
Widex Hörgeräte GmbH
D-70567 Stuttgart
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