BVMed- Konferenz

Kleine MedTech-Unternehmen brauchen meinungsführende Ärzte

07.05.12 | Autor / Redakteur: Peter Reinhardt / Peter Reinhardt

Rund einhundert Vertreter meist kleiner und mittlerer Unternehmen haben an der BVMed-Konferenz „Medizintechnische Innovationen in der klinischen Praxis“ am 3. Mai 2012 in Mannheim teilgenommen
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Rund einhundert Vertreter meist kleiner und mittlerer Unternehmen haben an der BVMed-Konferenz „Medizintechnische Innovationen in der klinischen Praxis“ am 3. Mai 2012 in Mannheim teilgenommen

Bereits zum achten Mal hat der BVMed Anfang Mai zu einer Konferenz eingeladen, bei der nicht wie sonst üblich die Interessen der multi-millionenstarken Mitgliedsunternehmen im Mittelpunkt standen, sondern die der kleinen Branchenvertreter. Aufgezeigt und diskutiert wurden Wege, auf denen Start-ups aufwändige klinische Prüfungen finanziell und organisatorisch bewältigen können.

Eine der ersten und zugleich die größte Hürde für kleine Unternehmen und Neugründungen ist, die Finanzierung in der frühen Phase sicherzustellen, um klinische Daten zu generieren sowie ärztliche Meinungsführer für die Innovation zu gewinnen. Das verdeutlichten die Experten der BVMed-Konferenz „Medizintechnische Innovationen in der klinischen Praxis“ am 3. Mai 2012 in Mannheim. In der Plenumsdiskussion wurde vor allem die Frage diskutiert, wie große medizintechnische Ideen kleiner Start-ups ausreichend gefördert und finanziert werden können - von einem Innovationsfonds bis zu Abgabenlösungen wurden unterschiedliche Vorschläge unterbreitet.

Schlechte Noten für MDK, BfArM und Ethikkommission

Dabei dürften Vertretern des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) sowie des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und der Ethikkommission mitunter ganz schön die Ohren geklingelt haben. Denn die Experten auf dem Podium wie auch die Teilnehmer im Saal nahmen kein Blatt vor den Mund und kritisierten diese Organisationen als Innovationsbehinderer. So würden zum Beispiel die häufig negativen Gutachten des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen Ärzte schnell abschrecken. Zudem seien BfArM und Ethikkommission bürokratisch und langsam, was u.a. an deren starker Pharma-Orientierung liege.

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