EPHJ-EPMT-SMT

Medizintechnik nicht nur aus der Westschweiz

| Autor / Redakteur: / Kathrin Schäfer

Mit seinem Rehabilitationsroboter ist Lambda Health System 2016 nur einer von knapp 300 Medtech-Ausstellern. Auch in diesem Jahr soll Medizintechnik auf der EPHJ-EPMT-SMT stark vertreten sein.
Mit seinem Rehabilitationsroboter ist Lambda Health System 2016 nur einer von knapp 300 Medtech-Ausstellern. Auch in diesem Jahr soll Medizintechnik auf der EPHJ-EPMT-SMT stark vertreten sein. (Bild: Schäfer / Devicemed)

Nur ein bis zwei Flugstunden ist die EPHJ-EPMT-SMT von Deutschland entfernt. Auf der Genfer Fachmesse adressieren wieder annähernd 300 Aussteller die Medizintechnik.

  • 800 Aussteller auf der EPHJ-EPMT-SMT am Flughafen Genf
  • Nahezu 300 Aussteller bedienen die Medizintechnik
  • Präzisionstechnik für die Medizintechnik, Mikrotechnologie, Uhrmacherei und Juwelierskunst
  • Sonderfläche für das Kompetenznetzwerk Health Valley
  • Medizintechnik in der französischsprachigen Westschweiz

Geheimhaltung, Rückverfolgbarkeit, hohe Anforderungen an die Qualität der Produkte – zahlreiche Argumente sprechen dafür, dass Medizintechnikhersteller ihre Ausrüster, Zulieferer und Dienstleister persönlich kennen sollten. Doch der Aufbau und die Pflege vertrauensvoller Kontakte brauchen Zeit. Und die ist kostbar.

800 Aussteller auf der EPHJ-EPMT-SMT am Flughafen Genf

Umso besser ist es, wenn eine Messe in unmittelbarer Nähe zu einem Flughafen stattfindet: Die 800 Aussteller der EPHJ-EPMT-SMT auf dem Gelände der Palexpo Genf sind von Deutschland in ein bis zwei Flugstunden zu erreichen.

Das Messegelände wiederum ist nur zehn Gehminuten vom Flughafen entfernt. Und mit knapp 300 Ausstellern, die Medizintechnik bedienen, gehört die Veranstaltung vom 20. bis 23. Juni auch 2017 zu den wichtigsten europäischen Messen für die Branche.

Präzisionstechnik für die Medizintechnik

„Die Messe ist ein absoluter Pflichttermin für Zulieferbetriebe, die Präzisionstechnik für die Medizintechnik, Mikrotechnologie, Uhrmacherei und Juwelierskunst anbieten“, betont Projektleiter Alexandre Catton den Stellenwert der EPHJ-EPMT-SMT wenige Wochen vor Messebeginn. Dementsprechend ist auch die Zahl der Aussteller bereits annähernd so hoch wie im letzten Jahr, als mit 881 Ausstellern ein neuer Rekord aufgestellt wurde.

285 Aussteller haben 2016 mit ihren Exponaten die Medizintechnik angesprochen. Ein Teil von ihnen hatte seine Messestände deshalb im Messebereich SMT, eine Abkürzung, die für Swiss Medical Technologies steht. Aussteller, die die Medizintechnik beliefern, sind aber auch quer über die Messe verteilt.

Sonderfläche für das Kompetenznetzwerk Health Valley

2017 tritt die Fachmesse EPHJ-EPMT-SMT als Botschafterin für das sogenannte Health Valley auf. Das Kompetenznetzwerk für Biowissenschaften wird im Medtech-Messebereich auf einer Sonderfläche des Life-Science-Clusters Bio-Alps und der Fondation Inartis präsentiert. Zum Hintergrund: Das „Tal der Gesundheit“ versammelt 935 Unternehmen und 5.000 Wissenschaftler in einer Region, die weltweit zu den dynamischsten ihrer Branche zählt. Manch ein Vertreter wird als Aussteller vor Ort sein. Auch ein Runder Tisch zum Thema Health Valley wird 2017 organisiert.

Wie ist es außerhalb der Messe in der französischsprachigen Westschweiz um die Medizintechnik bestellt? Im März kündigten das Schweizer Unternehmen Lonza und die französische Sanofi den Bau eines Werks in Viège an. Es soll 2020 in Betrieb genommen werden. Dadurch werden in der Region 200 neue Arbeitsplätze geschaffen. Das neue Werk, das von den beiden Unternehmen zu gleichen Teilen finanziert werden soll, zeigt, wie attraktiv die Westschweiz für Unternehmen ist, die im stark wachsenden Sektor der Biotechnologie tätig sind.

Nicht nur der Kanton Wallis zeigt eine rasche Entwicklung beim Thema Biowissenschaften. In der gesamten Romandie entwickeln sich Produktionsstätten der Branche, und mit ihnen auch das Jobangebot mit derzeit 25.000 Arbeitsplätzen vor allem in der Produktion – sie machen die Region zum „Health Valley“.

Medizintechnik in und aus der französischsprachigen Westschweiz

Insgesamt war 2016 für die Schweiz ein Rekordjahr, was die eingesammelten Finanzmittel für Medizintechnikunternehmen im „Health Valley“ anging. Vom weltweit investierten Risikokapital (Private Equity) konnten sie 7,4 Prozent für sich gewinnen. Benoît Dubuis, Präsident des Verbandes Bio-Alps, erklärte vor Kurzem in einer Schweizer Tageszeitung: „Wir sind stolz darauf, dass das Health Valley von Jahr zu Jahr dynamisch wächst und in der Region zur Wertschöpfung sowie zur Schaffung von Arbeitsplätzen beiträgt. Diese Dynamik muss durch unsere politischen Vertreter begleitet, unterstützt und gefördert werden, um die Biowissenschaften als eine nationale Priorität zu positionieren.“

Wer ist in diesem Jahr in Genf vertreten? Drei Aussteller sollen hier vorgestellt werden. Da ist zum einen die Firma Branson. Sie verfügt über 50 Jahre Erfahrung auf dem Gebiet der Schweißtechnik und wird auch dieses Jahr wieder auf der EPHJ-EPMT-SMT vertreten sein. Die Produktpalette von Branson umfasst Systeme für das Schweißen mit Ultraschall, mit linearer und orbitaler Vibration, mit Heizplatten, mit Infrarotlicht und mit Laser. Mit Hilfe der Systeme von Branson lassen sich beispielsweise Filter für Diagnosegeräte, Dialyseschläuche oder auch chirurgische Klammern herstellen.

Das Atelier Poly Micromécanique Genevois ist im Genfer Industriegebiet Plan-les-Ouates und damit gar nicht weit vom Messegelände angesiedelt. Der ISO-13485-zertifizierte Dienstleister stellt unter anderem Implantate und chirurgische Instrumente her – vom Prototyp bis zur Großserie.

Das Swiss Integrative Center for Human Health wiederum ist ein Kompetenzzentrum, das die Université de Fribourg (UNIFR) und das Hôpital fribourgeois (HFR) 2012 gemeinsam gegründet haben. Seine Fachkompetenz stellt es der (Gesundheits-) Wirtschaft sowie der Wissenschaft in den Bereichen Medizintechnik, Biotechnologie und Pharmazeutik zur Verfügung.

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