Aescuvest

Kooperation mit Chinas größter Crowdfunding-Plattform für Medizin und Biotechnologie

| Redakteur: Peter Reinhardt

Die Vertreter der unterzeichnenden Unternehmen bei der Eröffnung des International Co-Innovation Center for Advanced Medical Technology (ICCAMT) Mitte Mai.
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Die Vertreter der unterzeichnenden Unternehmen bei der Eröffnung des International Co-Innovation Center for Advanced Medical Technology (ICCAMT) Mitte Mai. (Bild: Aescuvest)

Neben einer guten Idee brauchen Start-ups zwei Dinge: Kapital und attraktive Absatzmärkte. Beides vermittelt die deutsche Crowdinvesting-Plattform Aescuvest nun in China.

  • Europäischen Unternehmen ein zweites Standbein im chinesischen Markt bieten
  • Lokaler Partner vor Ort erleichtert die Aufbauarbeit
  • Auch umgekehrt funktioniert die Partnerschaft: Chinesische Gründer erhalten Kontakt zu europäischen Investoren

Das Frankfurter Unternehmen Aescuvest ist die erste europäische Crowdinvesting-Plattform, die sich auf den innovationsstarken Gesundheitsmarkt spezialisiert hat. Nach der positiven Unternehmensentwicklung in Deutschland will das Unternehmen nun sowohl Gründer als auch Investoren in neuen Zielregionen ansprechen. Den Anfang macht ein wichtiger Deal mit einem chinesischen Partner: Gemeinsam mit dem Medical Valley Europäische Metropolregion Nürnberg hat Aescuvest bereits Mitte Mai in China eine Absichtserklärung mit dem Unternehmen Shenzhen Touwho Network & Fund unterzeichnet. Touwho ist Chinas größte Crowdfunding-Plattform für Medizin und Biotechnologie.

Kapital für die Weiterentwicklung von Produkten

Die Vorteile der Partnerschaft liegen für Aescuvest-Geschäftsführer Dr. Patrick Pfeffer auf der Hand: „Start-ups und Gründer, die bei uns Kapital für die Weiterentwicklung ihrer Produkte einsammeln wollen, erhalten künftig auf Wunsch auch Unterstützung beim Markteintritt in China.“ Dieser werde von vielen Start-ups angestrebt, da China als starkes Wachstumsland gerade im Healthcare-Bereich derzeit ein attraktiver Absatzmarkt ist. Jedoch ist vieles zu beachten, damit der Markteintritt dort gelingt: „Angefangen von einer guten juristischen und wirtschaftlichen Beratung gibt es viele Gepflogenheiten, die Unternehmer kennen und an die sie sich halten müssen. Ein lokaler Partner vor Ort kann hier die Aufbauarbeit enorm erleichtern“, verdeutlicht Pfeffer.

Investmentchancen in beiden Ländern nutzen

Entscheiden sich Gründer für eine Finanzierung über Aescuvest, können sie künftig ihre Projekte wahlweise auch auf der chinesischen Plattform Touwho platzieren und um Kapital chinesischer Investoren werben. Damit ist eine wichtige Voraussetzung für den langfristigen wirtschaftlichen Erfolg bereits erfüllt – die Bekanntheit des Produkts im chinesischen Markt.

Auch umgekehrt funktioniert die Partnerschaft: Aescuvest bietet chinesischen Gründern künftig die Möglichkeit, ihre Produkte und Geschäftsideen aus dem Healthcare-Bereich zu präsentieren und damit europäische Investoren anzusprechen.

Mit-Unterzeichner der Absichtserklärung ist das Medical Valley, in dem sich Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Gesundheitsversorgung und Politik zusammengeschlossen haben. Das Medical Valley hat bereits ein Projekt in China gestartet, mit dem deutschen Medizintechnik-Unternehmen der Markteintritt in dem Wachstumsland erleichtert werden soll. Jörg Trinkwalter, Mitglied der Geschäftsleitung bei Medical Valley, freut sich schon auf die engere Zusammenarbeit mit den chinesischen Partnern: „Die Unterzeichnung der gemeinsamen Absichtserklärung ist ein wichtiger Schritt und ein deutliches Signal an den deutschen Medtech-Sektor. Die Relevanz des asiatischen Marktes steigt von Jahr zu Jahr. Mit der Kooperation unterstützen wir Unternehmen, die diese Entwicklung für ihre Expansion nutzen wollen, und leisten Starthilfe.“

Kein Ausverkauf deutscher Technologien

„Wir haben uns auf ein gemeinsames Vorgehen verständigt, das den vielfach diskutierten Ausverkauf deutscher Technologien verhindert. Ziel ist es, europäischen Unternehmen ein zweites Standbein im attraktiven chinesischen Markt zu bieten und umgekehrt auch chinesische Gründer und deutsche Investoren zu verbinden“, beruhigt Pfeffer nach Unterzeichnung der Absichtserklärung etwaige Bedenken in diese Richtung. Die Vertreter der beteiligten Unternehmen aus Deutschland und China hatten sich Mitte Mai 2017 in Shenzhen in der Provinz Guangdong getroffen. Anlässlich der gemeinsamen Partnerschaft wurde dort das neue International Co-Innovation Center for Advanced Medical Technology (ICCAMT) eröffnet.

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