Messe Düsseldorf

Highlights der Compamed 2014

| Redakteur: Kathrin Schäfer

Schon früh am Morgen des ersten Messetages herrscht auf den Ständen und in den Fluren der Halle 8a großer Besucherandrang.
Schon früh am Morgen des ersten Messetages herrscht auf den Ständen und in den Fluren der Halle 8a großer Besucherandrang. (Bild: Reinhardt)

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Warum findet die Compamed 2015 an vier anstatt wie bisher an drei Tagen statt? Was waren die Themen der Compamed 2014? Und welche Highlights hatte die Messe zu bieten? Eine Rückschau samt Bildergalerie.

„Die hohe Zahl internationaler Besucher hat den Anbietern von Medizintechnik sowie ihren Zulieferern Rückenwind beschert für die Stützung des Exportgeschäfts. Wer sein Business länderübergreifend auf eine besonders breite Basis stellt, kann eben besser eine unklare Markt- und Sicherheitslage in bestimmten Ländern auffangen“, bilanziert Joachim Schäfer, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf, das Geschehen in den Hallen der Medizinmesse Medica und der Zuliefermesse Compamed. Die 4.831 Aussteller der Medica sowie 724 Aussteller der Compamed vermittelten den insgesamt fast 130.000 Besuchern einen eindrucksvollen Nachweis des Nutzens ihrer Produktneuheiten sowie ihres Ideenreichtums im Hinblick auf eine gute und bezahlbare Gesundheitsversorgung. Etwa 84.000 waren internationale Besucher, die aus rund 120 Ländern nach Düsseldorf anreisten.

Branchenverbände prognostizieren Umsatzwachstum für deutsche Medizintechnikunternehmen

Wie wichtig für die Anbieter der „Push“ für das internationale Geschäft durch die Medica und die Compamed ist, unterstreichen die aktuellen Berichte der Branchenverbände. So rechnen 85 Prozent der befragten Medizintechnikunternehmen im Bundesverband Medizintechnologie BVMed mit einem Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr, vor allem getragen durch ein dynamisches Exportgeschäft. „Wir erwarten in diesem Jahr für die 1.200 deutschen Medizintechnik-Anbieter erstmals einen Umsatz von über 25 Mrd. Euro mit stärkeren Zuwächsen im Ausland gegenüber dem Inland. Die Exportquote liegt bei 68 Prozent“, erklärt Marcus Kuhlmann, Leiter des Fachverbandes Medizintechnik im Verband der Hightech-Industrie Spectaris. Im Hinblick auf das Messegeschäft betont Kuhlmann: „Die Medica bleibt für die Firmen eine herausragende Möglichkeit, sich und ihre Produkte zu präsentieren und gehört damit zum Pflichtprogramm.“

Das Preis-Nutzen-Verhältnis muss stimmen

Als Resümee der Diskussionen auf den Themenforen der Medica sowie der vorgestellten Produktneuheiten lässt sich zusammenfassen: Die Wirtschaftlichkeit und das einfache Handling medizintechnischer Geräte und Produkte wird zum zentralen Kriterium für den Kauf. „Die zahlreichen Innovationen und Verbesserungen, die auf der Medica gezeigt werden, leisten wichtige Beiträge dazu“, erklärt Hans-Peter Bursig, Geschäftsführer des Fachverbandes Elektromedizinische Technik im Zentralverband Elektrotechnik und Elektronikindustrie ZVEI. Gefragt ist, was für konkrete Behandlungsfälle von hohem Nutzen ist und Prozesse vereinfacht. Einen nicht unerheblichen Anteil an den Innovationen der Medica haben die Zuliefer- und Dienstleistungsunternehmen der Compamed.

Die wichtigsten Themen der Compamed 2014

Diese konnte sich mit erstmals mehr als 700 Ausstellern als internationale Leitveranstaltung für den Zuliefermarkt der medizintechnischen Fertigung behaupten. Unternehmen und Forschungsinstitute präsentierten sich in den Hallen 8a und 8b mit ihren Hightech-Lösungen den gut 17.000 Besuchern als Partner für die Entwicklung und Produktion in der Medizintechnik-Industrie. Thematisch besonders im Fokus standen diesmal miniaturisierte Komponenten, funktionale Materialien und hochpräzise Verfahren, die Medizinprodukte in Zukunft kostengünstiger, sicherer und zuverlässiger machen. Anwendungsbeispiele sind etwa mobile Analyse-, Therapie- und Kontrollgeräte. Forscher am Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS stellten beispielsweise ein kompaktes Gerät vor zur Analyse von Prostatagewebe. Das Laborgerät, das die ersten klinischen Tests bereits erfolgreich absolviert hat, erleichtert Ärzten künftig die Diagnose: Über eine automatisierte optische Analyse mittels Laserpuls können sie innerhalb von nur eineinhalb Minuten zuverlässig sagen, ob ein Karzinom vorliegt oder nicht. Bislang gestaltet sich eine vergleiche Gewebeanalyse viel arbeits- und damit kostenaufwändiger.

Laufzeit zukünftig von montags bis donnerstags

Medica und Compamed werden ab kommendem Jahr im November immer an den Lauftagen Montag bis Donnerstag und allen Veranstaltungstagen parallel zueinander in Düsseldorf stattfinden. Die Konzentration auf die „normalen“ Wochenarbeitstage Montag bis Donnerstag statt wie bisher Mittwoch bis Samstag soll eine bessere Verteilung des Fachpublikums über alle vier Tage und eine gleichmäßigere Ausnutzung der Aussteller-Präsentationen und ihrer Standinfrastruktur ermöglichen.

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