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Gasfedern erleichtern Bedienung von Steh-Rollstühlen

| Redakteur: Peter Reinhardt

Dank Gasfedern können Nutzer leicht zwischen sitzender und stehender Position wechseln.
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Dank Gasfedern können Nutzer leicht zwischen sitzender und stehender Position wechseln. (Bild: Suspa)

Steh-Rollstühle steigern die Lebensqualität und Unabhängigkeit ihrer Benutzer immens. Damit Nutzer leicht zwischen sitzenden und stehenden Positionen wechseln können, bedarf es anwendungsspezifisch angepasster Gasfedern mit unterschiedlichen Blockier-Charakteristiken.

Über die aufrechte Position gelangen Rollstuhlfahrer selbständig an höher gelegene Dinge und können Tätigkeiten ausführen, die im Sitzen nicht möglich sind. Steh-Rollstühle des Schweizer Herstellers Levo werden hierfür seit über 40 Jahren für alle Arten von körperlichen Einschränkungen adaptiert. Für seine individuell gefertigten Rollstühle setzt Levo im Bereich Kinematik auf anwendungsspezifisch angepasste Gasfedern von Suspa. „Die Kraftunterstützung ist bei der Auslegung einer der wichtigsten Aspekte, damit der Nutzer leicht zwischen sitzender und stehender Position wechseln kann“, erklärt Stefan Richter, Anwendungstechniker bei Suspa.

Für jedes Körpergewicht die passende Gasfeder

Anhand des Models Levo Active-Easy wird deutlich, wie variabel Suspa auf die Anforderungen eingehen kann. Die Individualität dieses Rollstuhls ist für Kinder wie für Erwachsene abhängig vom Körpergewicht. Suspa bietet hierfür Gasfedern mit Kräften zwischen 250 und 750 N. Das deckt den Bereich von Nutzern mit 30 bis 110 kg Gewicht ab.

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Wählbar sind zudem unterschiedliche Blockier-Charakteristiken. Für den Einsatz in Stehrollstuhl-Varianten mit integrierter elektrischer Stehfunktion per Knopfdruck werden nicht blockierbare Gasfedern verwendet. Sie unterstützen den Motor dabei, das Körpergewicht des Rollstuhlfahrers beim Heben und Senken abzufangen. Dadurch ist es möglich, einen kompakten Motor zu nutzen, der nur wenig Bauraum benötigt. In Rollstühlen, in denen die Aufstehhilfe mechanisch über Druckausübung an den Armlehnen ausgelöst wird, sind blockierbare Gasfedern mit leichter Dämpfung integriert. Diese ermöglichen über Arretierung die sanfte Auf- und Abwärtsbewegung in mehreren Stufen.

„Geschwindigkeiten, Dämpfungen und Haltekräfte sind je nach Anforderung immer unterschiedlich und werden entsprechend bei den Gasfedern werksseitig angepasst“, erklärt Richter. Speziell bei Rollstühlen gehe es darum, die Kraftunterstützung so weit zu maximieren, dass der Nutzer mit wenig körperlicher Anstrengung aufstehen kann. Das bedeutet auch, die Progression der Gasfeder beim Einfahren der Kolbenstange so einzustellen, dass der Nutzer allein mit seinem Körpergewicht mühelos wieder in sitzende Haltung zurückgelangt.

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Verschmutzungen und UV-Einstrahlung haben keinen Einfluss auf die Lebensdauer

Die Gasfedern sind darüber hinaus so konzipiert, dass Verschmutzungen oder UV-Einstrahlung die Lebensdauer nicht beeinträchtigen. Die für die Bedienung des Rollstuhls erforderlichen Schläuche und Bowdenzüge sind sicher und anwenderfreundlich montiert.

Gasfedern von Suspa sind in Rollstühlen nicht nur als Aufstehhilfe verbaut, sondern können auch für die Fahrwerksdämpfung, Rückenlehnenverstellung oder Sitzneigungsverstellung eingesetzt werden. Weitere Einsatzmöglichkeiten in der Medizintechnik finden sich in Krankenhausbetten, Beistelltischen oder Behandlungsliegen.

Weitere Artikel über OEM-Komponenten und Werkstoffe finden Sie in unserem Themenkanal Konstruktion.

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