16.04.12 | Autor / Redakteur: Peter Reinhardt / Stéphane Itasse

Geballtes Know-how erwartet die Teilnehmer der Roadshow „Medizintechnik für Metallbearbeiter“, die die Fachmagazine MM MaschinenMarkt und DeviceMed im Juni an drei Standorten veranstalten. Neben elf Fachvorträgen entlang der gesamten Prozesskette zur Fertigung von Implantaten und Instrumenten gibt es in Vorführungen Ausschnitte aus der Fertigung live unter Span zu sehen. Geographisch ausgewogen verteilt macht die Roadshow am 12.6. in Erlangen, am 19.6. in Bielefeld und am 26.6. in Schorndorf Station.
Was die Veranstalter auf die Beine gestellt haben, kann sich sehen lassen. Anerkannte Experten von Zerspanungstechniken für Metallbearbeiter kommen zu den jeweils eintägigen Terminen zusammen.
Einführend erklärt Martin Rümke, Senior Consultant der Chemgineering AG, den Teilnehmern anhand von Best Practice-Beispielen, wie die Prozessvalidierung in der Medizintechnik zugleich pragmatisch, risikobasiert und compliant erfolgt. Denn die Validierung von Produktionsprozessen ist ein gleichermaßen essentielles wie kritisches Element für die Sicherheit und Funktionsfähigkeit von Medizinprodukten.
Steigender Kostendruck, die Einhaltung von hohen Produktqualitätszielen und maximale Zeiteffizienz sind drei der Herausforderungen, denen sich Hersteller von medizinischen Produkten im stetig wachsenden Medizintechnikmarkt stellen müssen. Dazu kommen immer kleinere Chargen in der Fertigung bis Losgröße eins. Um all diesen Anforderungen gerecht zu werden, ist eine perfekte Abstimmung der einzelnen Elemente innerhalb der Prozesskette unverzichtbar. Sabine Fietz, Business Manager Medizintechnik bei Siemens, zeigt, wie eine optimierte Prozesskette vom CT-Bild bis zum personalisierten Implantat ausschaut. Dazu passend stellt ein Referent von Open Mind vor, wie sich CAD/CAM-Prozesse für die Fertigung von Medizinprodukten adaptieren und automatisieren lassen.
Die weltweiten Märkte für Hüft-, Knie- und andere Implantate stellt Dr. Uli Sutor von DMG/Mori Seiki in den Mittelpunkt seines Vortrags. Die daraus resultierenden Anforderungen an Materialien und Werkzeugmaschinen kommen dabei ebenso zur Sprache wie ein Ausblick auf anstehende Neuentwicklungen. Abgerundet wird das Thema Produktionstechnik durch Thomas Wengi von GF AgieCharmilles, der die Möglichkeiten der Mikroerosion in der Medizintechnik vorstellt.
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