Medical Mountains

Erfolgreich in Düsseldorf / Was bringen 2017er Medtech-Messen in Stuttgart und Nürnberg?

| Redakteur: Peter Reinhardt

Das Team von Medical Mountains ist mit dem Verlauf der Medica zufrieden: Vorstand Yvonne Glienke mit den Projektleiterinnen Britta Norwat und Julia Steckeler (v.l.n.r.).
Das Team von Medical Mountains ist mit dem Verlauf der Medica zufrieden: Vorstand Yvonne Glienke mit den Projektleiterinnen Britta Norwat und Julia Steckeler (v.l.n.r.). (Bild: Medical Mountains)

Das Düsseldorfer Messe-Duo Medica/Compamed ist für die Clusterorganisation Medical Mountains als erfolgreiche Leitmesse gesetzt. Doch wie umgehen mit der neuen Messe MT Connect, die ab nächstem Jahr erstmals in Konkurrenz zur Medtec Europe in Stuttgart stattfinden wird?

In der vergangenen Woche hat die internationale Fachwelt der Gesundheitswirtschaft wieder nach Düsseldorf geschaut. Auf der Medica als weltgrößte Messe der Medizinbranche und der international führenden Zuliefererfachmesse Compamed haben sich vier Tagen lang täglich mehr als 35.000 Besucher und Aussteller aus dem globalen Medizintechnik-Business getroffen. Unter den Ausstellern war auch wieder die in Tuttlingen ansässige Clusterinitiative Medical Mountains vertreten.

Neue europäische Medizinprodukteverordnung ist zentrales Thema der Branche

Neben zukunftsträchtigen Technologietrends wie Digitalisierung und additive Fertigung ist gegenwärtig vor allem die neue europäische Medizinprodukteverordnung ein zentrales Thema der Branche. Die damit verbundene Einführung von sehr umfassenden Kontrollverfahren bei der Entwicklung, Herstellung und Überwachung von Medizinprodukten stelle gerade kleine Unternehmen vor große kapazitäre Herausforderungen.

Medical Mountains begleitet diesen Prozess und die Unternehmen schon seit Beginn des Gesetzgebungsverfahrens 2012. Spätestens im 2. Quartal 2017 ist mit einer Veröffentlichung der neuen Verordnung im Amtsblatt der Europäischen Union zu rechnen. Daher lud die Clusterinitiative auch auf der Messe zu einer Informationsveranstaltung ein. Vor ausgebuchtem Saal gaben Dr. Jan Henning Martens und Dr. Hendrik Thies von der Kanzlei Friedrich Graf von Westphalen & Partner einen praxisnahen Überblick über die neuen Regelungen. Außerdem erläuterte Arjan Stok von Stoq Management Services die jeweiligen Auswirkungen auf die Medizintechnikunternehmen anhand konkreter praktischer Anwendungsbeispiele. „Im Cluster laufen die Vorbereitungen auf die neue Verordnung bereits auf Hochtouren“, betont Yvonne Glienke, Vorstand der Medical Mountains AG, die Dringlichkeit, rechtzeitig auf das zu reagieren, was da kommt.

Die Medica als ideale Plattform

Die Medica selbst sei für das Cluster die ideale Plattform, um auf geballtem Raum mit einer Vielzahl an Akteuren und Partnern aus aller Welt über neue Technologien, Trends und die allgemeine Entwicklung der Branche zu sprechen „In Düsseldorf wurde dieses Jahr der Grundstein für mehrere neue, branchenrelevante Projekte aus den Bereichen Innovation und Vermarktung und eine noch engere Zusammenarbeit mit den Unternehmen gelegt“, freut sich Glienke über den Erfolg der Messebeteiligung.

Um sich selbst und auch die teilnehmenden Unternehmen optimal auf das Messehighlight des Jahres vorzubereiten, organisierte Medical Mountains Ende Oktober eine spezielle Informationsveranstaltung. 20 Unternehmen aus der Region nahmen die Möglichkeit wahr, um sich wertvolle – zum Teil ungewöhnliche – Tipps von einem Profi einzuholen. „Mit Wilfried Kochannek vom Institut für Wirtschaftspädagogik hatten wir einen erfahrenen Trainer eingeladen, der mit kleinen Tricks und Kniffen dabei unterstützt, um sich aus der Masse von 5.000 Ausstellern abzuheben“, sagt Glienke. Für das nächste Jahr hat die Clusterorganisation ihr Weiterbildungsangebot hinsichtlich Vertrieb und Messe weiter ausgebaut und weiterführende Schulungen zu diesen Themen aufgenommen.

Wie umgehen mit der neuen Messe MT Connect?

„Im nächsten Jahr sehen wir uns mit einer weiteren, ganz neuen Messe für die Medizintechnik konfrontiert“, so Glienke. Die Messe Nürnberg baut den seit einigen Jahren stattfindenden Kongress Medtech-Summit zu einer umfangreichen Messe aus. Die neue Messe MT-Connect findet erstmalig vom 20. bis 21. Juni 2017 im Messezentrum Nürnberg statt. Eine Umfrage von der Medical Mountains AG unter ihren Mitgliedern hat ergeben, dass die Unternehmen sehr verunsichert sind, stellt diese neue Messe doch eine Konkurrenzveranstaltung zur bestehenden Messe Medtec Europe vom 4. bis 6. April 2017 in Stuttgart dar. Bereits für 2018 ist eine Verschiebung der MT-Connect ins Frühjahr geplant, zeitnah zur Medtec in Stuttgart.

Neue Medizintechnikmesse geht 2017 als MT-Connect an den Start

Nürnberg-Messe

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Fast die Hälfte der befragten Unternehmen ist noch unentschlossen, ob sie den Schritt nach Nürnberg wagen sollen. Doch die Neugier sei groß. Um die Entschlossenen und neugierigen Interessenten zu unterstützen, wird sich Medical Mountains daher auch auf der MT-Connect präsentieren. „Wir wissen nicht, wie die zukünftige Messelandschaft der Medizintechnik aussehen wird. Aber Medical Mountains möchte den Unternehmen des Weltzentrums der Medizintechnik den Zugang nach Nürnberg erleichtern und wird aus diesem Grund dort vertreten sein“, erläutert Glienke ihre Pläne.

Endlich wieder mehr Besucher auf der Messe

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Der Markt entscheidet über die Medtech-Messen in Süddeutschland

„Letztendlich werden die Unternehmen darüber entscheiden, welche Messe in Zukunft für sie noch relevant sein wird“, blickt Glienke voraus. Für einen unkomplizierten Einstieg und ein Kennenlernen der Messe wird die Clusterorganisation die Teilnahme auf einem Gemeinschaftsstand anbieten, auf dem sich die Unternehmen mit einem Rundum-Sorglos-Paket und zu günstigen Konditionen präsentieren können.

Weitere Artikel über die Messen Medica und Compamed finden Sie in unserem Special.

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