Medtec Europe

„Die Messe und Deutschlands Südwesten liegen mir am Herzen“

| Redakteur: Peter Reinhardt

Dr. Urs Schneider, Leiter Medizin- und Bioproduktionstechnik am Fraunhofer IPA: „Die personalisierte Medizin und die digitale Prozesskette sind unsere wesentlichen Gegenwarts- und Zukunftsthemen.“
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Dr. Urs Schneider, Leiter Medizin- und Bioproduktionstechnik am Fraunhofer IPA: „Die personalisierte Medizin und die digitale Prozesskette sind unsere wesentlichen Gegenwarts- und Zukunftsthemen.“ (Bild: Reinhardt / Devicemed)

Dr. Urs Schneider ist Leiter Medizin- und Bioproduktionstechnik am Fraunhofer IPA. Im Gespräch mit Devicemed erzählt er, warum die Messe Medtec Europe und der deutsche Südwesten für ihn Herzensangelegenheiten.

Herr Dr. Schneider, Sie sind als Beirat der ersten Stunde für die Medtec Europe aktiv. Warum?

Mir liegt die Messe als lebendige Medizintechnikzuliefererveranstaltung auf dem Gelände unserer Landesmesse sehr am Herzen.

Wo liegen Ihre Schwerpunkte als Messebeirat?

Der Austausch über Bedarfe und Interessen ist wichtig und wird international unterschiedlich gesehen. Das zu berücksichtigen ist mir wichtig, da die Medizintechnik global agiert.

Was erwarten Sie von der Medtec Europe 2017, welche Impulse erhoffen Sie sich?

Wir freuen uns wie immer auf Austausch, Synergien, Anknüpfungspunkte, Neues lernen – und bestenfalls Forschungs- und Entwicklungsaufträge.

Ein Jahr der Weichenstellung für die Medizintechnikbranche

Medtec Europe 2017

Ein Jahr der Weichenstellung für die Medizintechnikbranche

01.02.17 - Neben Dauerbrennern wie Digitalisierung und ISO 13485 nun der Ausstieg der USA aus dem transpazifischen Handelsabkommen TPP sowie – nicht zu vergessen – der Brexit: 2017 dürfte ein Jahr werden, in dem sich Entscheider in der Medizintechnik besonders komplexen Entwicklungen ausgesetzt sehen. Die vom 4. bis 6. April 2017 in Stuttgart stattfindende Medtec Europe verspricht Antworten auf spannende Fragen. lesen

Mit welchen Medtech-Themen beschäftigen Sie sich aktuell am Fraunhofer IPA?

Personalisierte Medizin und die digitale Prozesskette sind wesentliche Gegenwarts- und Zukunftsthemen für unsere mittlerweile mehr als 80 Wissenschaftler in Stuttgart und am Standort Mannheim, der an die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg angegliedert ist.

Ist das Fraunhofer IPA mit einem eigenen Stand auf der Medtec Europe? Wenn ja: Was zeigen Sie, was erwarten Sie?

Wie schon seit 16 Jahren sind wir wieder Teil eines FHG-Gemeinschaftsstandes. Dort zeigen wir eine neuartige Instrumentenhalterkinematik für effizientere minimal-invasive Eingriffe und eine neue Kameratechnik, um über das farbige Endoskopbild hinaus beispielsweise Tumorgewebe für Operateure leichter sichtbar zu machen. Beides sind spezielle Kompetenzfelder unserer Mannheimer Forschungsabteilung PAMB unter Leitung von Prof. Jan Stallkamp. Zudem stellen wir einzelne Demonstratoren zu Reinraumventilen, Pflegeassistenz, Ambient-Assisted-Sturzinformation, 3D gedruckten bionischen chirurgischen Instrumenten und Laborautomatisation vor.

Wie sehen Sie die Medtec Europe im Wettbewerbs­umfeld positioniert – speziell mit Blick auf die neue Messe MT-Connect in Nürnberg?

Das ist produktiver Wettbewerb. Mir liegt unser Südwesten sehr am Herzen. In Baden-Württemberg und Bayern mit Franken finden sich die bedeutendsten Medizintechnikhersteller Deutschlands.

Endlich wieder mehr Besucher auf der Messe

Medtec Europe

Endlich wieder mehr Besucher auf der Messe

21.04.16 - Die Medtec Europe 2016 wurde mit Spannung erwartet. Kommen die neuen Angebote des Veranstalters bei den Besuchern an? Knapp 10 Prozent Zuwachs bei der Besucherzahl zeigen, dass die Messe wieder auf einem guten Weg ist. lesen

Parallel zur Messe organisieren Sie künftig eine Konferenz (s. S. 53). Ist das nicht Konkurrenz für die Medtec Europe?

Es gibt derzeit international kein Konferenzfachformat, das sich spezifisch der Forschung und Entwicklung, den Herstellverfahren von Medizinprodukten und den dazugehörigen Herausforderungen stellt. Wir lieben die Medizinproduktinnovation, aber erst von der Herstellung der Produkte lebt die deutsche Medtech-Industrie. Eine Fachmesse wie die Medtec Europe kann im Rahmenprogramm Innovationsvorträge anbieten, aber sie ist kein langgeplanter Fachkongress. Deswegen haben wir uns in enger Kommunikation mit zahlreichen Partnern entschieden, zeitgleich zur Messe in den Räumen der Landesmesse ein neues Konferenzformat zu initiieren, von dem beide Veranstaltungen und Gäste profitieren sollen.

Gibt es einen Themenfokus?

Die Impulsveranstaltung am 5. April hat klinische Bedarfe an die Fertigung von Medizinprodukten, regulatorische Herausforderungen und Verfahrensinnovationen zum Thema. Motto: Medizin trifft Produktionsfragen! Denn der therapeutische Endanwender definiert mit seinen Herausforderungen die Medizinprodukte- und Fertigungsanforderungen von morgen.

Die Fragen stellte Chefredakteur Peter Reinhardt.

Weitere Meldungen über Medtech-Messen finden Sie in unserem Themenkanal Szene.

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