Hannover Messe 2017

Dassault Systèmes digitalisiert Wertschöpfungsprozesse

| Redakteur: Stefanie Michel

Am Messestand von Dassault Systèmes lässt sich am Beispiel des Kunden Westrock verfolgen, wie durchgängig integrierte, digital unterstützte Wertschöpfung aussieht.
Am Messestand von Dassault Systèmes lässt sich am Beispiel des Kunden Westrock verfolgen, wie durchgängig integrierte, digital unterstützte Wertschöpfung aussieht. (Bild: Dassault Systèmes/Michael Brückmann)

Dassault Systèmes zeigt am Stand auf der Hannover Messe anhand des Verpackungshersteller Westrock, wie sich die komplette Wertschöpfung von den Bedürfnissen des Kunden über die Entwicklung und Produktion bis hin zur Positionierung im Handel und Nutzung im täglichen Gebrauch digital zusammenführen lässt.

Oft bleiben Industrie 4.0 Initiativen in der Pilotphase hängen. Welche Folgen das hat, zeigt eine aktuelle Studie des Marktforschungsunternehmens IDC: Während die Zahl der Pilotprojekte steigt, stagniert die Zahl der umgesetzten Initiativen. Nur 5 % der befragten Industrieunternehmen besitzen derzeit eine zentrale Datenplattform, die alle Abteilungen entlang der Wertschöpfungskette vernetzt. Genau diesen Punkt adressiert die 3D-Experience-Plattform von Dassault Systèmes.

Fertigungsprozess global planen

Am Messestand von Dassault Systèmes lässt sich auf Basis von 3D-Technologien – einschließlich Konstruktion, Simulation und Augmented Reality – verfolgen, wie zunächst die Designvarianten einer Verpackung auf Basis spezifischer Kundenanforderungen entstehen. Deren physikalische Eigenschaften können dann virtuell analysiert, simuliert und optimiert werden. Im Sinne der zirkulären Ökonomie fließen in den Designprozess wichtige Informationen über regulatorische Rahmenbedingungen, Umwelt- und Recyclingauflagen oder lokale Standards für Verpackungsgrößen mit ein. Produkt und Prozesse werden hierbei systemisch und gesamtheitlich betrachtet. Das versetzt weltweit tätige Unternehmen wie Westrock in die Lage, den Fertigungsprozess global optimal zu planen und dennoch flexibel auf lokale Spezifika eingehen zu können und somit Ihren Kunden echten Mehrwert zu bieten.

Besucher des Messestandes sollen sehen, wie die Lösungen von Dassault Systèmes die Auswirkungen verschiedener Varianten von Getränkeverpackungen auf die Konfiguration der Produktionsmaschinen simulieren, testen und verbessern – noch während die Verpackung selbst gestaltet wird. Auf diese Weise entsteht ein so genannter „digitaler Faden“, der die durchgängige Nutzung von 3D-Konstruktionsdaten bis hin zu 3D-Modellen des gesamten Fertigungsprozesses beschreibt. Dieser enthält Informationen unter anderem über Ergonomie, Ablaufsimulationen, maschinelle Bearbeitung, Prozessplanung, Produktionsmanagement und Robotik. Es werden also virtuelle Verpackungsmodelle erstellt, bevor die eigentliche Fertigung beginnt. Sie enthalten neben den funktionalen und logischen Designzielen sowie den geometrischen Formen auch Intelligenz, Konnektivität und Prozessdetails. Über dieses Modell kann der komplette Fertigungsprozess validiert werden. Insbesondere kritische Phasen für die Qualitätssicherung lassen sich durchspielen und vorab optimieren.

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