Brainlab

Bundeskanzlerin Merkel weiht Brainlab-Firmenzentrale ein

| Redakteur: Peter Reinhardt

Angela Merkel und Ilse Aigner im Demo-Operationssaal von Brainlab, einem weltweit führenden Anbieter von softwaregestützter Medizintechnik aus München.
Angela Merkel und Ilse Aigner im Demo-Operationssaal von Brainlab, einem weltweit führenden Anbieter von softwaregestützter Medizintechnik aus München. (Bild: Roman Job / Brainlab)

Als einer der weltweit führenden Anbieter von softwaregestützter Medizintechnik hat Brainlab seine neue Firmenzentrale eingeweiht. Sogar Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bayerns stellvertretende Ministerpräsidentin und Wirtschaftsministerin Ilse Aigner sind zu diesem Anlass auf das Gelände des ehemaligen Flughafens München-Riem gekommen.

  • Einweihungsfeier mit Kanzlerin Angela Merkel und Ilse Aigner, stellvertretende bayerische Ministerpräsidentin und Wirtschaftsministerin
  • Angela Merkel verspricht, Unternehmer wie Stefan Vilsmeier nach Kräften zu unterstützen
  • Wissen um klinische Prozesse und Softwareentwicklungskompetenz sind Basis für die Digitalisierung der Medizintechnik

Brainlab hat am Dienstag dieser Woche seine neue Firmenzentrale offiziell mit der Veranstaltung „Zukunft eröffnet“ eingeweiht. Zu den Feierlichkeiten waren mehr als 200 Gäste in den neuen Hauptsitz nach München-Riem eingeladen. Darunter auch Bundeskanzlerin Angela Merkel, die sich immer wieder für Medtech-Firmen interessiert, sowie Ilse Aigner, Bayerns stellvertretende Ministerpräsidentin und Wirtschaftsministerin, die beide von CEO und Gründer der Brainlab AG, Stefan Vilsmeier, persönlich durch die moderne Firmenzentrale geführt wurden. Mehr als 700 internationale Mitarbeiter arbeiten im neuen Gebäude von Brainlab.

Brainlab ist 1989 als Start-up gestartet und heute Weltmarktführer in seinem Bereich. Brainlab als ein Unternehmen des deutschen Mittelstands und mit Produkten, die sich auch rund um das Thema Digitalisierung und Medizintechnik bewegen. Das passt zur politischen Agenda der Kanzlerin. Tatsächlich sagte sie in ihrer Ansprache: „Sie waren 1989 ein Start-up, heute sind Sie Weltmarktführer. Deshalb bin ich gerne hier. Ihr Unternehmen zeigt: Man kann es schaffen.“

CEO Vilsmeier führte sie anschließend auf einer einstündigen Tour durch die neue Unternehmenszentrale, wo sie unter anderem folgende Stationen besichtigte:

  • Brainlab Clinic: Planung & Navigation eines kranialen Eingriffs
  • Brainlab Clinic: Radiochirurgische Planung & Positionierung (Exac-Trac) – nicht-invasive Therapie zur Bestrahlung von Hirntumoren und anderen Tumoren
  • verschiedene weitere Demo-Operationssäle
  • Brainlab Gym: Trainingshalle für funktionales Training für alle Mitarbeiter
  • typisches Entwicklungsbüro von Brainlab
  • Besichtigung einer Team-Küche und Treffen von Brainlab-Auszubildenden

Die Kanzlerin war sehr gut informiert und angetan von den Möglichkeiten, die moderne Medizintechnik bietet. Besonders bei der Demonstration der bereits aktuell eingesetzten Anwendungen im Bereich von Augmented Reality bei der Mikroskopnavigation hat sie sich sehr genau informiert, welche Informationen der Arzt bekommt, welche Hilfestellungen die Technologie bietet und was der Ausblick für die Zukunft bringt. Als Physikerin war sie auch sehr interessiert an den Bestrahlungsplänen und der Art und Weise wie man eine möglichst exakte Dosisverteilung bei der Bestrahlung von Tumoren hinbekommt. Bei eine Demonstration von Brainlab Servicetechnikern hat sich die Kanzlerin angeregt mit den anwesenden internationalen Servictechnikern unterhalten.

Bayerische Staatsregierung unterstützt und fördert die Medizintechnik

Als Vertreterin der Bayerischen Staatsregierung erklärt Aigner: „Die bayerische Medizintechnik ist weltweit führend und eine wichtige Säule für Wachstum und Wohlstand im Freistaat. Daher unterstützt und fördert die Bayerische Staatsregierung diese Hightechbranche mit zielgerichteten Initiativen und Programmen und schafft so ein ideales Umfeld für Unternehmen. Ein wesentlicher Treiber dieser technologieintensiven Branche sind innovative dynamische Start-ups. Brainlab ist hier ein herausragendes Beispiel für die erfolgreiche Entwicklung hin zum mittelständischen Unternehmen.“ Durch Unternehmergeist, Durchhaltevermögen und Innovationskraft habe sich Brainlab zu einem Leuchtturm der bayerischen Medizintechnik entwickelt. Mit der neuen Firmenzentrale werde nun ein weiteres Kapitel in der erfolgreichen Firmengeschichte aufgeschlagen.

Vom Flughafen München-Riem gestartet

„Der Flughafen München-Riem hat für Brainlab und für mich eine besondere Bedeutung: Von hier aus bin ich damals zu den ersten Geschäftsreisen gestartet. Unsere neue Firmenzentrale zeigt, welche Entwicklung Brainlab seit seiner Gründung vor mehr als 25 Jahren zu einem weltweit führenden Unternehmen in einer wichtigen Zukunftsindustrie genommen hat“, erklärt Vilsmeier anschließend den beiden Spitzenpolitikern sowie allen anwesenden Gästen. „Mit unserem Wissen um klinische Prozesse und unserer Softwareentwicklungskompetenz befinden wir uns in einer ausgezeichneten Position, um die Zukunft der Medizintechnik, geprägt durch die zunehmende Digitalisierung und Trends wie Connected Health, Augmented Reality und Big Data entscheidend mitzugestalten.“

Ergänzendes zum Thema
 
Brainlab: Zahlen, Daten, Fakten und Grafiken

Architektur unterstützt Innovationskraft

Doch Innovation braucht Raum für Kommunikation. Daher bietet der neue Hauptsitz den Mitarbeitern auf einer Fläche von 24.000 m² ausreichend Platz für Ideenaustausch. Zur Förderung kreativer Ideen wurden eigens moderne Besprechungs- und Teamräume konzipiert und designt. Herzstück der Anlage ist der denkmalgeschützte zehnstöckige Flughafen-Tower, der 1939 erbaut wurde und neben Bibliothek, Cafeteria, Demo-Operationssälen, Konferenzräumen und Dachterrasse auch eine Lounge mitsamt Bar enthält. Das moderne Bürogebäude zeichnet sich durch seine großzügige Architektur, ein sachlich reduziertes Design sowie eine attraktive und kommunikative Arbeitsumgebung aus. „Wir wollen am Forschungs- und Hightech-Standort München eine wichtige Rolle spielen und von hier aus Impulse für unser weltweites Wachstum setzen“, macht Vilsmeier deutlich und ergänzt: „Wir haben daher einen Gebäudekomplex realisiert, der unseren Mitarbeitern ideale Arbeitsbedingungen bietet. Damit fördern wir unsere Innovationskraft und stärken unsere Position im Wettbewerb um die besten und kreativsten Entwickler.“

Merkel will sich für Echtzeit-Datenübertragung einsetzen

Fazit: Angela Merkel zeigte sich beeindruckt vom neuen Gebäude und versprach, Unternehmer wie Stefan Vilsmeier nach Kräften zu unterstützen. So werde sie sich für die Echtzeit-Datenübertragung einsetzen – eine wichtige Voraussetzung für die Telemedizin.

Zugleich beteuerte sie, dass exportorientierte Firmen wie Brainlab der beste Beweis seien, wie bedeutend Handelsabkommen seien. Und noch etwas war ihr wichtig: Damit die Betriebe genügend Nachwuchs bekommen, müssten die „Segnungen der Digitalisierung auch in den Schulen“ ankommen. Zu Stefan Vilsmeier sagte Angela Merkel: „Wenn Sie heute 1.300 Mitarbeiter beschäftigen und in vielen Ländern dieser Welt aktiv sind, dann zeigt das, dass sie ein guter Botschafter eines innovativen Deutschlands sind.“

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