04.09.12 | Redakteur: Peter Reinhardt

Ob Implantate, Blutdruckmessgeräte oder Insulinpumpen: Unter wechselnden Bedingungen kann das Prüf- und Servicezentrum Cetecom untersuchen, ob die Funktionsfähigkeit medizintechnischer Produkte den internationalen Standards genügt. Dafür steht neuerdings auch eine Salzsprühkammer zur Verfügung
Wie reagieren Implantate oder Herzschrittmacher auf die ganz speziellen Umgebungsbedingungen im Körperinneren eines Menschen? Ist die gebotene elektromagnetische Verträglichkeit von Blutdruckmessgeräten, Insulinpumpen oder Diagnosegeräten gegeben? Diese und andere Fragen beantwortet der Dienstleister Cetecom.
Dafür betrachtet er die zu prüfenden Produkte im Umweltlabor durch Simulation typischer Lebenszyklen von der Geburt bis zum Recycling. Bei Bedarf setzt er sie auch noch extremeren Belastungen aus und bestätigt danach ggf. die Funktionsfähigkeit. Seit kurzem sorgt eine große Salzsprühkammer für noch härtere Umweltbedingungen.
Viele Produkte oder elektronische Komponenten sind während ihres Transports oder Betriebs mechanischen Einflüssen wie Vibrationen und Stößen ausgesetzt. Auch thermischen Umwelteinflüssen sowie Feuchtigkeit oder starker Sonneneinstrahlung müssen sie standhalten. Produkte, die in der Praxis nicht zuverlässig arbeiten, verursachen Gewährleistungskosten oder schädigen das Image einer Marke erheblich.
Folglich ist es besonders wichtig, dass ein Produkt alle Anforderungen erfüllt, die seine Betriebsumgebung an es stellt. Es geht beispielsweise um die akustischen Kennwerte bei Hörgeräten. Dazu kommt die elektrische Sicherheit, ob u. a. die Funkfelder bei integrierten Funkschnittstellen eingehalten werden.

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